Unser Team

...besteht aus IngenieurInnen, TechnikerInnen und BauzeichnerInnen mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten. Verstärkt wird das Team von kaufmännischen MitarbeiterInnen und Studierenden der umliegenden Universitäten und Hochschulen. Derzeit beschäftigen wir über 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unseren beiden Standorten Rhein-Main (Rodgau) und Rhein-Neckar (Mannheim).

Teamarbeit steht bei uns im Vordergrund. Denn komplexe Aufgaben erfordern den ständigen Blick über den eigenen Tellerrand unserer Fachgebiete.

Wir sind Familie

Flache Hierarchien leben wir. Für uns ist es wichtig, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein attraktives Arbeitsumfeld mit Entwicklungsmöglichkeiten anbieten zu können. Die Mitarbeiter und die Geschäftsführung begegnen sich auf Augenhöhe, kurze Entscheidungswege sind bei Habermehl & Follmann selbstverständlich. Gemeinsames Grillen in den Mittagspausen oder sportlicher Ausgleich am Spätnachmittag gehören dazu.

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MitarbeiterInnen

an den Standorten Rhein-Main und Rhein-Neckar


Unsere Geschäftsführung Edwin Mayer, Volker Görg und Markus Hofmann

Woher wir kommen, wer wir sind.

Das Büro Habermehl & Follmann wurde 1991 von Prof. Dr.-Ing. Klaus Habermehl und Dr.-Ing. Jürgen Follmann als ein Unternehmen unabhängig beratender und planender Ingenieure gegründet. Nach den Anfangsjahren und der Berufung von Dr.-Ing. Jürgen Follmann zum Professor an die Hochschule Darmstadt wurde das Unternehmen 1999 in eine GmbH mit den Geschäftsführenden Gesellschaftern Dipl.-Ing. Volker Görg und Dipl.-Ing. Edwin Mayer umfirmiert. Komplettiert wird die Geschäftsleitung durch unseren Geschäftsführer Dipl.-Ing. Markus Hofmann.

Die Herren Habermehl und Follmann sind dem Büro weiterhin als Wissenschaftliche Berater und Gesellschafter eng verbunden.


Unsere Professoren Prof. Dr.-Ing. Jürgen Follmann und Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Klaus Habermehl

Unsere Professoren im Interview

Mit welchem Verkehrsmittel seid ihr heute an die Hochschule gekommen?

Jürgen: Mit Pkw und Fahrrad, um die Radschnellverbindung Darmstadt – Frankfurt zu testen.

Klaus: Heute mit S-Bahn und Bus, häufig aber mit dem Pkw, seltener mit dem Rad (E-Bike).

Was war euer Ansporn 1991 ein eigenes Büro zu gründen?

Jürgen: Wir wollten etwas Neues bewegen und nicht in traditionellen Strukturen verharren. Heute würde man die Gründung als Startup bezeichnen. Es begann alles auf dem Tischtennistisch im Dachgeschoss. Für die ersten Projekte hat das Netzwerk aus unserer Tätigkeit als Wissenschaftliche Mitarbeiter an der Technischen Hochschule Darmstadt sehr geholfen.

Klaus: Im Oktober 1988 habe ich an der damaligen Fachhochschule Darmstadt den Ruf Verkehrswesen / Geodäsie erhalten. Da mir in den vorhergehenden beruflichen Stationen Ingenieur-Projekte viel Freude bereitet haben und ich in der beruflichen Praxis viel dazugelernt habe, wollte ich den Kontakt nicht verlieren. Es war mir auch bewusst, dass die 'reine Lehre', lediglich mit Informationen aus der Literatur und Tagungen, nur einen (wichtigen) Teil des Ingenieurberufs abdeckt.

Jürgen du bist 2001 an die Hochschule Darmstadt als Professor berufen worden, Klaus du warst schon bei der Gründung des Büros Professor in Darmstadt. Was bedeutet euch die tägliche Arbeit mit den Studierenden?

Jürgen: Es war immer mein Wunsch, an die Hochschule zurückzukehren und junge Menschen für das Verkehrswesen zu motivieren. Es ist ein unglaublich kreatives Betätigungsfeld und alle sind immer irgendwie betroffen. Dadurch entstehen neue Ideen, die wir über studentische Arbeiten vertiefen. An der Hochschule Darmstadt ist es uns gelungen, Pilotversuche mit den Studierenden gerade zur Verbesserung der Nahmobilität direkt im Straßenraum zu testen und so echte Reallabore aufzubauen.

Klaus: Die Arbeit mit jungen Menschen war einer der Gründe für die damalige Bewerbung zur Professur. Die Studierenden haben teilweise andere Ansichten zum Verkehr, zum Bauwesen, zur Lebensgestaltung generell als Früher. Das bedeutet aber nicht, dass diese Ansichten negativ sind. Die Diskussionen um eine Erhaltung und Verbesserung unseres Umfeldes, aber auch der Natur sind für mich hoch interessant und motivierend. Sicherlich habe ich noch einige Positionen dazu kennen und auch schätzen gelernt. Auch wenn ich deutlich älter als die Studierenden bin, lerne ich immer noch dazu. Der Aspekt des Life-Long-Learning ist nicht zu unterschätzen!

Wo seht ihr die größten Veränderungen in der Mobilität in den letzten 30 Jahren und wie geht es weiter?

Jürgen: Die Veränderungen sind geprägt durch absolut notwendige Vorgaben für den Klimaschutz und die Umwelt. Auch das persönliche Interesse für die Gesundheit führen zu mehr aktiver Bewegung. Hinzu kommen die Chancen aus der Digitalisierung, die durch die Corona-Pandemie einen richtigen Beschleuniger erhalten hat. Das homeoffice wird sicherlich Standard ebenso wie Lehrveranstaltungen und Konferenzen per video.

Die größten Veränderungen zeigen sich in der Verlagerung der Verkehrsmittelwahl zum Fahrrad/ Pedelec. Diese sind noch lange nicht zu Ende. Der ÖPNV ist in den Ballungsräumen heute für viele Pendlerwege erste Wahl und wird weiter zulegen. Das private (Elektro-) Auto spielt und wird auch künftig eine wichtige Rolle spielen. Anders kann gerade in der Fläche die Mobilität für alle kaum sichergestellt werden.

Wir werden uns aber stärker Gedanken über das richtige Verkehrsmittel für unsere Wege machen. Die junge Generation an der Hochschule macht uns dies schon vor. Nachhaltigkeit ist von entscheidender Bedeutung.

In dem Podcast 'Hessen schafft Wissen' wurde ich zu Mobilitätskonzepten der Zukunft schon ausgefragt. Ein wirklich spannendes Thema.

https://www.youtube.com/watch?v=pBl5lw8oYtI

Klaus: Zur Einordnung: Vor etwa 30 Jahren fiel die innerdeutsche Grenze und Osteuropa öffnete sich. Die Europäische Union wuchs mehr und mehr zusammen. Beide Effekte bedeuteten besonders hier im Rhein-Main-Neckar-Gebiet erhebliche Zunahmen des Verkehrsaufkommens auf Straße, Schiene und in der Luft. War es noch vor dieser Zeit das Ziel, dem wachsenden Verkehr durch weitere Verkehrsanlagen entgegen zu kommen, so wurde es nun wichtiger, die vorhandene Infrastruktur zu optimieren und Verlagerungen auf nachhaltige Verkehrsarten zu fördern. Prognosen für die weitere Entwicklung sind auch wegen der aktuellen Situation schwierig. Generell wird interessant sein, wie manche durch Corona erforderlichen neuen Formen (Home-Office, Studium, Online-Shopping, Video-Besprechungen usw.) sich auf die Umsetzung der Mobilität auswirken.

Welche Erwartungshaltung haben heute, im Vergleich zu von vor 30 Jahren, junge Hochschulabsolventen an ein Ingenieurbüro?

Jürgen: Es kommen in den nächsten Jahren Generationen an die Hochschule, die Leitthemen wie Digitalisierung, Klimaschutz oder Nachhaltigkeit intensiv vertreten. Dies wirkt sich auf die Erwartungshaltung beim Einstieg in den Beruf aus. Um diese Studierendengenerationen anzusprechen, müssen sich diese Themen in den Projekten im Berufsleben wiederfinden. Eine familiäre und wertschätzende Atmosphäre ist dabei die absolut notwendige Basis.

Klaus: Wie früher wollen sich erfolgreiche Studienabgänger in der Berufspraxis beweisen und das erlernte Wissen anwenden. Allerdings sind die Rahmenbedingungen heute andere. Neben dem Gehalt sind persönliche Lebensplanung und berufliche Verwirklichung wichtiger geworden. Als Praxisbeauftragter des Fachbereichs Bauingenieurwesen habe ich viele Jahre Studierende relativ kurz vor Studienabschluss und dem Berufsbeginn erlebt und so Veränderungen direkt mitbekommen.

Auch wenn es nicht zur Frage gehört: Der Anteil weiblicher Studierender hat im Verkehrswesen im Verlauf der Jahre erfreulich zugenommen.

Welche Erwartungshaltung hat heute ein modernes Ingenieurbüro an Absolventen?

Jürgen: Zu Beginn des Berufslebens ist ein solides Grundwissen zu Inhalten, Methoden und aktuellen Entwicklungen des Berufs wichtig. Zusätzlich sind die Bereitschaft zur beruflichen Weiterbildung, Soft Skills wie Teamfähigkeit, Kontaktfähigkeit zu Externen und Bürgern und Aufrichtigkeit sehr hilfreich.

Klaus: Studierende müssen offen sein für neue Themen und bereit sein, sich ständig weiter zu entwickeln. Werte wie Verantwortung, Teamdenken, Fairness oder Respekt müssen gelebt werden.

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